Guatapé

Mit dem Bus geht es von Medellìn in das etwa 2 Stunden entfernte Guatapé! Als ich aufwache sehe ich schon die ersten Inseln und den riesigen Felsen „El Peñón“.

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Wir steigen aus und machen uns auf den Weg! 740 Stufen bis nach oben und dann haben wir es geschafft! Entspannt und mit einer unbeschreiblichen  Aussicht essen wir etwas zu Mittag.

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Danach geht es mit dem Tuk Tuk in den Ort 🙂 Die letzten Sonnenstrahlen genießen am Wasser sitzen, Abend essen, Leben genießen!

 

Montañita & Silvester

Sonne // Strand & Meer // Surfer // Partys! Das ist Montañita!

Gerade einmal um 19. Uhr angekommen, zieh ich mit Freunden die ich in Baños kennen gelernt habe schon wieder los! Montañita ist nicht gerade groß, ein kleines Dorf mit viel Charme und das ist kein Geheimnis mehr! Massen an Menschen machen sich auf den Weg hierher, vorallem jetzt zu Silvester!! Das habe ich leider etwas zu spät erkannt &so zahle ich ein kleines Vermögen für mein Hostel! Aber es lohnt sich und das merke ich schon an genau diesem Abend! Wir laufen in die Stadt, von weitem hört man schon die lateinamerikanischen Klänge, feierlustige bahnen sich ihren Weg durch die kleinen niedlichen Gassen und gute Laune liegt in der Luft 😛 wie soll ich sagen viele Hippies, kalte Drinks, laute Musik, KurzehosenWetter auch am Abend, Strand, Palmen, Meer // Eben wie Ballermann, nur mit Niveau 😀

Egal ob auf der Cocktail-Meile, in Clubs, Bars, Restaurants.. Die Stimmung ist super und man lässt sich von der entspannten Atmosphäre mitziehen!

 

Dann wird alles ziemlich zur Routine: Ausschlafen, ins Meer schwimmen gehen, am Strand oder in der Hängematte liegen, Strandspaziergang, gutes Essen entspannen &feiern 🙂 Oh ja so lässt es sich leben!
An einem Tag fahre ich nach „Camala“, nur ein paar km von Montañita entfernt, um das zu tun, wofür ich eigentlich her gekommen bin: unser Projekt von ngoTaxi und die liebe Carlotta zu besuchen! Es handelt sich hierbei um eine Tierauffangstation die Schildkröten, Seehunde, Pelikane, Pinguine und alle Arten von verketzten Meereslebewesen aufnimmt um sie zu versorgen! Ich sehe eine kleine Babyschikdkröte, allerlei verschiedene Krebse, außergewöhnliche Fische, Seesterne, Oktupusse und alles was das Meer so zu bieten hat! Toller Ausflug, doch leider müssen viele Tiere aufgrund der fehlenden Sachkenntnisse sterben..

***Also falls sich jemand mit solchen Tieren auskennt &helfen möchte, bitte melden! ***

 

Silvester in Ecuador mit all seinen Bräuchen:
Man kann sagen was man will aber es gibt nicht viele Orte an denen Silvester so zelebriert wird wie hier!
Seien es die riesigen meterhohen Pappfiguren – die für das alte Jahr stehen und verbrannt werden, gelbe Unterwäsche, 12 Trauben essen (wie in Spanien), Witwen die nicht trauern oder einfach nur die verrückten wunderschönen Feuerwerke.. Ecuador zu Silvester ist ein Muss!! Und Montañita das Highlight!! Denn es gilt als größte Partystadt Ecuadors!

Beschreibungen der Traditionen & weitere gibt es hier:

http://www.life-in-ecuador.com/ecuador-new-years.html

Ich hatte eine wunderbare Zeit hier, habe tolle neue Freunde gefunden!

&während die Massen gar nicht erst ins Bett gehen endet mein Silvester mit ein paar kühlen Drinks am Strand und einem Stadtspaziergang bei Sonnenaufgang! 🙂

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Guayaquil

Nachts angekommen / erstmal schlafen / verdammt ist es heiß hier / geiles Frühstück  (Mogi Hostel) / los geht der Städte Trip / nicht viel Zeit / Heiß!

Mit einem Bus &bewaffnet mit einem Amerikaner und einem Deutschen geht es in die Innenstadt der gefährlichsten Stadt Ecuadors. Es ist unglaublich heiß, stickig, schwül, einfach eklig in diesem Bus. Eine unglaubliche Stunde brauchen wir in dem nicht aufhörenden Stopp &go der überfüllten Straßen von Guayaquil! Doch angekommen lohnt sich das! Schöne Straßenzüge, tolle Parkanlagen und wunderschöne historische Gebäude! Enchiladas mit Käse, besser geht es nicht. Und dann ab in den Supermarkt denn wir brauchen etwas zu essen, also nicht für uns aber später mehr 😀 Wir laufen herum verlaufen uns ständig, denn wir suchen etwas ganz bestimmtes: die kleinen Monster von Guayaquil! Wir sehen sie nicht laufen in einen Park &da sind sie und greifen uns plötzlich heimtückisch von hinten an! Kleiner Spaß, von was ich die ganze Zeit rede sind riesen Leguane 🙂 &hier in einem kleinen Park, mitten in der Stadt, laufen sie frei rum. Hunderte Echsen liegen entspannt in der Sonne und wollen gefüttert werden aber schön auf die Finger aufpassen 😀 Tipp: Staudensellerie ist lang genug damit sie dir nicht an den Finger knabbern 😀

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Weiter geht es an die tolle Uferpromenade wir schlendern vorbei an vergangenen kleinen Christkindlmärkten, Kunstausstellungen, durch einen kleinen Dschungel tropischer Pflanzen &schauen in das kühle Nass!

Immer vor Augen ein kleiner Berg voll mit wunderschön gestrichenen bunten Häusern und einem süßen  Leuchtturm darauf!

 

Die Zeit rennt, ich muss los, Stau wie immer, Direktbusse nach Montañita ausgebucht, alle wollen da hin, dank den Einheimischen, Bus erst nach Santa Elena &dann nach Montañita! Vorfreude, sehe so viele Freunde wieder &Strand!!

Death Road

Die Todesstraße (el camino de la muerte), ja diesen Namen hat diese Straße verdient! Denn es starben hier bis zu 300 Menschen jährlich! Die Straße startet beim La-Cumbre-Pass auf 4650m Höhe und endet auf etwa 1200m bei Yolosa kurz vor Coroico. Auf etwa 65 km überwindet die Straße alle Klima und Vegetationszonen vom kalten, windigen Bergland in den heißen, schwülen Dschungel.

Das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und da ich Adrenalin liebe, bestreite ich die Straße mit dem Mountainbike 🙂 Keine Bilder, keine Wörter können diesen Trip und das unglaubliche Gefühl beschreiben! Einfach genial, mit Vollgas die Downhill-Strecke hinunter 🙂 &danach ins SPA entspannen 😛

 

Uyuni – Tour (Salzwüste)

Nachts angekommen, schnell ins Hostel &schlafen! Kreditkarte funktioniert am nächsten morgen  wieder, kalte Dusche, Frühstücks Buffet // Los geht der Trip!! 😀

 

 

Day1
Auf geht die Tour mit den 2 Portogiesen Luìs und Catarina &den Chilenen Valentina, Camila und Jorge. Das heißt spanisch reden ist jetzt angesagt 😀 Los geht es zum Cemeterio de Trenes, dem Zugfriedhof. Mitten im Nichts türmen sich uhralte, wunderschöne Looks.. tolle Kulisse!

 

 

Weiter geht es in die Uyuni Wüste, dem mit mehr als 12.000km^2,  größten Salzsee der Welt. Wir essen dort Mittag und es ist wirklich unglaublich! Denn mit der scheinbar unendlichen Weite verlieren hier Größe und Dimensionen vollkommen ihren Sinn &es herscht eine unendliche Ruhe! Doch hier gibt es nicht nur Salz.. Vorbei an einem Salzmuseum und einer riesigen Skulptur aus Salz geht es weiter zu der Insel Incahuasi (Quechua: Haus des Inka). Hier gibt es hunderte von meterhohen Kakteen die bis zu 1200 Jahre alt sind. Wir steigen auf den höchsten Punkt der Insel und haben wirklich einen tollen Ausblick auf die Wüste! Noch ein paar Bilder bei Sonnenuntergang auf dem See gemacht &schon geht es zu unserem Salz-Hostel und ja hier ist alles aus Salz! 😀 Mein Guide verspricht mir eine warme Dusche, oh wie hätte ich ihn nur umbringen können als ich die ersten Tropfen auf meiner Haut spürte, eiskalt ist kein Ausdruck.. Naja wenigstens ist mir nun ein wenig warm.. Nach einem lustigen Abendessen &nachdem die Besitzer die Lichter einfach ausschalten als Zeichen das wir ins Bett gehen sollten, schlief ich wie ein Baby auf meinem Salzbett ein 😉

 

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Day 2
Um 4.30 Uhr aufstehen, denn ich will die Sonne über der Wüste aufgehen sehen!! &dieser Ausblick war wirklich unbezahlbar! Dick eingepackt auf der Ladefläche eines Transporters gekuschelt, mit Tee &Kamera bewaffnet, wunderschöner Beginn des Tages! Wir fahren in das „Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Avaroa“. Hier siehst du unzählige Lagunen: Laguna Verde (grüne Lagune), Laguna Blanca (weiße Lagune) oder auch die berühmteste Laguna Colorada (bunte Laguna). Und diese Lagunen verdienen wirklich ihre Namen durch Mineralien wie Magnesium, Calciumcarbonat, Blei oder Arsen, erhalten sie ihre unglaublichen Farben und man traut seinen Augen kaum wenn man das rot/weiß/blau/grün/orange Wasser sieht! Wunderschön!! Vielleicht auch ein bisschen aufgrund der tausenden Flamingos die in diesen Lagunen beheimatet sind, auf wenige Meter heran kann man die wunderschönen Tiere beobachten und die wunderschöne Landschaft genießen!

 

 

Auch aktive Vulkane, Gaysiere und allerhand brodelnde Löcher gibt es zu bestaunen. Wir fahren durch die wunderschön geformten Vulkanlandschaften die ganz tolle Felsformationen geschaffen haben, wie auch dem Árbol de piedra, einem Stein der scheinbar auf dem Kopf steht 🙂

 

 

Auch fahren wir vorbei an unglaublichen Gebirgszügen, wie dem Berg der 7 Farben. Kein Bild der Welt konnte diesen unglaublichen Berg einfangen, das rot/braun/orange/sandfarbene Gebilde ist einfach toll anzusehen!

Tiere gibt es hier zudem zu bewundern: auf dem Weg sehen wir zahlreiche Lamas, einen Wüstenwolf und eine Familie der seltenen Vizcachas, einem Hasen ähnlichen Tier – richtig süß!

 

 

Nach einem gemütlichen Wein &gutem Essen gehen wir schlafen.

 

Day3
Verdammt ich glaube mir war noch nie so kalt! 3. Uhr aufstehen und in der Wüste wird es Nachts bitter kalt &so steige ich mit 2 Pullis und 3 Jacken bei 3°C in den Jeep. Zum Vergleich, am Tag sind es 25°C :O Doch wie sich das gelohnt hat!! Wir fahren zu Gaysieren und die Sonne geht hinter den Rauchwolken der brodelnden Schlammlöcher auf! Ich habe noch nie etwas schöneres gesehen!!! Weiter geht es zum nächsten See, wieder Flamingos &dieses mal heiße Quellen und so heißt es um 6.30 Uhr morgens und 7°C Außentemperatur, Bikini anziehen und ab in die heiße Lagune und wie ich mich verbrannt hab, der Temperaturunterschied lässt mich wirklich leiden. Aber nach ein paar Minuten gibt es nichts schöneres &mit den ersten Sonnenstrahlen und den Flamingos im Hintergrund starten wir in den Tag! 🙂

Wir machen einen kleinen Abstecher an die Grenze &da wir nun schon seid Tagen an der chilenischen Grenze fahren, kann ich es mir nicht verkneifen und husche mit den anderen illegal nach Chile 😀

Danach geht es wieder Richtung Uyuni, ich Blicke aus dem Fenster genieße die Landschaft, lausche der Musik und bin mir sicher:

Das war der schönste Trip meines Lebens! Atemberaubende Natur, unglaubliche Tiere und Landschaften von denen man nie geträumt hätte!! Danke an die tolle Gruppe!!

Von Uyuni geht es weiter nach La Paz – Puno – Cusco! Ich sitze geschlagene 35 Stunden im Bus.. Aber es hat sich gelohnt, Bolivien ist unglaublich &auf jeden Fall einen Besuch wert! Danke an all die unglaublich tollen Menschen die ich auf meinem Weg kennen lernen durfte, ihr seit der Wahnsinn!!

restliche Bilder folgen..

La Paz

 

Man muss sagen La Paz ist nicht die wahrlich schönste Stadt von Erden, doch sie hat Charakter 🙂 Alle raten mir davon ab, doch ich will es einmal ausprobieren und so steige ich von Copacabana aus in einen local bus &auf geht die Reise!  Ein bisschen abenteuerlich war es schon, doch abgesehen davon das unser Bus fast in den Titicacasee gestürzt wäre – weil die Fähre für so viel Gewicht nicht ausgelegt ist – lief alles gut 🙂 Angekommen suche ich mein Hostel, eine geschlagene Stunde lang! Doch es lohnt sich: das Pirwa Hostel ist eines der schönsten die ich bis jetzt hatte 🙂 Es geht los in die Stadt: San Francisco Church, Mercado Lanza, Plaza Murillo und die Fußgängerzone, der berühmte Hexenmarkt mit seinen Alpaka-Föten . So schlendere ich durch die Straßen, sehe den ziemlich coolen Bussen hier zu, beobachte das Treiben der Stadt, folge gar nicht so schlechter elektro Musik und lande schließlich auf dem Plaza San Francisco auf dem DJ’s ihr bestes geben. Dort lerne ich Dani kennen und er lädt mich ein mit seinen Freunden zu feiern.. Wir werden immer mehr, die Musik wird immer lauter, der Rum fließt in Strömen und es wird immer multikultureller 😀 Eine Belgierin, Französinnen, ein Spanier, Bolivianer/innen, wir Deutschen tanzen durch die Nacht &mit jedem Schluck Alkohol wird mein Spanisch besser 😀 Als ich kurz in mein Hostel gehe um meine Kamera abzulegen treffe ich in meinem 8 – Bett – Zimmer auf zwei Jungs aus Deutschland und die treffe ich auch wieder auf dem Weg zurück ins Hostel und da wir noch lange nicht schlafen wollen, geht es mit ihren gerade gekauften Motorrädern tief in der Nacht durch die Straßen von La Paz, in eine Bar „Diesel“ 😀

 

Für den nächsten Tag habe ich eine Tour gebucht, ziemlich verkatert und mit viel zu wenig Schlaf fahren wir zur gefährlichsten Straße der Welt, doch dazu mehr in meinem nächsten Blog Eintrag 😀

Ich genieße es das erste Mal wirklich alleine reisen zu können und bin froh den Schritt gewagt zu haben! Ich verbringe noch ein paar Tage in La Paz, fahre mit der Gondel über die Stadt nach El Alto, dem Stadtrandgebiet auf über 4100m Höhe, die Aussicht ist unglaublich!! Dort besuche ich den „Mercado Feria El Alto“ den größten Markt der Welt! Ich verlaufe mich sofort 😀 Hier kann man wirklich alles kaufen, sogar jedes einzelne Teil eines Autos 😀 Auch zu erwähnen sind die „Cholitas,  traditionell gekleidete Frauen die 2/3 mal die Woche ganze Stadien mit ihren Wrestling Kämpfen füllen.

 

Potosí (Silbermiene)

Die höchste Stadt der Welt, ja hier war ich auf über 4000m Meter Höhe 🙂 Ich komme erst spät Nachts an, schnell ins Hostel eigecheckt, noch schnell eine Tour gebucht &ab ins Bett! Los geht’s am nächsten morgen, meine beiden Kreditkarten funktionieren nicht und so renne ich stundenlang durch die Stadt &versuche meine Bank zu erreichen.. Denn ich habe Hunger, muss eine Rechnung für den Ausflug begleichen und einen Bus buchen! Doch ich kann zunächst nichts an der Situation ändern und so fahre ich in Mienenarbeiter-Kluft und als einziges Mädchen in die Silbermiene 🙂 Davor brauchen wir allerdings noch ein paar Gastgeschenke für die Mienenarbeiter.. &so kaufen wir 96%igen Alkohol, Koka-Blätter und Dynamit – natürlich alles was kleine / große Jungs brauchen: Alkohol, Drogen und was zum in die Luft sprengen! 😀 &wer glaubt der Alkohol sei zum desinfizieren, der liegt falsch: hier wird dieser pur getrunken &natürlich müssen wir auch probieren, Teufelszeug!!!
In der Miene angekommen sieht es aus wie bei Indianer Jones: Gleise, kleine Wägen, meterhohe Schächte und kleine Tunnel! Wir klettern los, hinein in die schmalen stickigen Tunnel, mit hochkommenden Grundwasser &nur beleuchtet von unseren kleinen Kopflampen.. Aber es ist geil!! Wir müssen kriechen, Leitern hoch &wieder runter, springen kleine Schächte hinunter und balancieren auf wackligen, rutschigen Brettern – immer tief am Abgrund! Wir treffen Mienenarbeiter, trinken mit ihnen, erzählen Geschichten &sprengen die ein oder andere Felswand 😀 Es macht richtig Spaß und es ist keine gewöhnliche „Touri-Tour“! Wir Ehren die PachaMama &den Teufel als wir die Mienen verlassen, denn ganz ungefährlich war es da unten nicht und wir bedanken uns für ihren Schutz! Wer Adrenalin liebt, wirklich sehen möchte wie es in einer Miene aussieht, abenteuerlich ist & in einem dieser coolen Wägen durch die Miene fahren will, sollte das auf keinen Fall verpassen!! 🙂 Die Stadt an sich hat nicht wahnsinnig viel zu bieten aber es lohnt sich!! Meine Kreditkarten funktionieren immer noch nicht, ich muss einen Tag früher in die nächste Stadt ¨ Betreiber des Hostels sind nicht gerade hilfsbereit &so ziehe ich noch am gleichen Tag mit Hilfe eines Italieners &zwei Brasilianern weiter nach Uyuni!

Vielen Dank an Adrian Lupo – der nette Italiener – der mir ein bisschen Geld geschenkt hat!! Ohne Ihn wäre ich wahrscheinlich fest gesessen, hätte keine Unterkunft gehabt und hätte Hunger leiden müssen!

Sucre

Vom Großstadtlärm in die eigentliche, kleine, beschauliche Hauptstadt von Bolivien 🙂 Schon während der Busfahrt bewundere ich die schöne Landschaft &die tollen Häuser im Kolonialstil! Ich checke im Hostel „Kultur Berlin“ ein. Nach so langer Zeit brauche ich mal wieder Deutsche Kultur, der Eigentümer ist nicht schwer zu erkennen auch Deutscher und ich bereue es nicht, denn das Hostel ist klasse 😀 Ich bin früh da &so lade ich mein Gepäck ab, schnapp mir eine Stadtkarte und laufe los.. vorbei am Plaza25deMayo, zahlreichen Schokolaterien, der Kathedrale und dem Parlamentsgebäude stehe ich auf einmal inmitten eines wunderschönen Innenhofes, dem Freiheitshaus, dass heute ein Museum ist. Ich schnappe mir eine Eintrittskarte &beeile mich denn die Führung geht gleich los 🙂 Man kann die Unabhängigkeitserklärung von Spanien, ehemalige Presidenten &vieles mehr besichtigen.

Noch einmal über den Plaza25deMayo gelaufen kommt unter den mit Lichterketten, beleuchten Sternen und des Weihnachtsbaumes unter den Palmen und den 27°C, fast ein bisschen Weihnachtsstimmung auf! 🙂 Weiter gehts, ich will eigentlich zum Stadtpark, laufe falsch und komme am Friedhof raus.. Aber nicht schlimm denn da wollte ich eh ebenfalls hin 🙂 Denn dieser Friedhof ist der schönste von ganz Bolivien und wahrscheinlich einer der schönsten der Welt! Wie ein Park aufgebaut ragen links und rechts entlang der Allee riesige Mausoleen der wichtigsten und einflussreichsten Familien – in Form von mehrstöckigen Gebäuden – empor. Ich laufe auf den kleinen Pfaden, setze mich auf eine Bank, höre den Vögeln zu, lasse die Sonne meinen Körper wärmen und lasse den Ort auf mich wirken. Eine leichte Brise weht mir um die Nase und ich entschließe mich zum Park aufzubrechen. Dort findet ein kleiner Markt statt und ich darf ein paar einheimische Süßigkeiten probieren &ich finde gebrannte Mandeln – das Hilights des Tages!! Weiter geht’s zum „Kloster San Felipe de Neri“, dort gibt es eigentlich nur eine Kirche und den Innenhof zu besichtigen.. doch die Aussicht von den Dächern des Klosters auf die Stadt ist unbezahlbar!! Zurück im Hostel lerne ich Beate (Österreich) und Daniel (Ecuador) kennen. Wir gehen zusammen in unser Hostel eigenes Restaurant mit deutschen Gerichten essen, nehmen ein paar Drinks &planen den nächsten Tag 🙂 Tipp: Restaurant nur dringend zu empfehlen!!

Und so starten wir am nächsten Tag zusammen  zum „Castillo de la Glorieta“ mit der Buslinie 4. Die Eigentümer konnten keine Kinder haben und so adoptieren sie eine Menge und machten aus ihrem Schloss ein Kinderheim 🙂 Wir picknickten im Schlossgarten und streiften durch das Gelände 🙂 Gleicher Bus andere Richtung ging es dann zum „Parque Cretacico“, einem Dinosaurier Park. Denn hier in Sucre wurden die meisten Spuren von Dinosauriern auf der ganzen Welt gefunden und so bewunderten wir die naturgetreuen und maßstabsgerechten Dinosauriernachbildungen und die Fundstücke des Parks.

Lange Rede kurzer Sinn, ich nehme den Bus &es geht weiter nach Potosí.

 

Puno / Titicacasee

Ankunft 4.30 Uhr, müde & geschafft.. Doch das ändert sich als die Sonne über dem Titicacasee aufgeht!! Strahlender Sonnenschein und die unendlichen Weiten des Sees. Ich bin mit Anne &Jana unterwegs und wir haben Hunger, deswegen Frühstücken wir am Ufer 🙂 um 7. Uhr geht unser Boot los, nichts wie weg aus der Stadt und auf den höchsten beschiffbaren See der Welt. Auf den Weg zu den Floating Islands (Urus Inseln) vergisst man das man auf einem See ist, denn er ist wirklich gigantisch mit seinen über 8.000km^2! Nach etwa 1 Stunde kommen wir auf einer zahlreichen Inseln an, doch dies sind keine normalen Inseln, sondern von den Einwohnern selbst aus Schilf gebaut. Alles hier ist aus Schilf gemacht: Häuser, Boote, Spielzeug, Sonnenschirme ja selbst als Nahrungsmittel dient es ihnen! Es ist wunderschön &so zeigen uns die vielleicht 20 Einwohner der nicht mal 100m^2 großen Insel ihr Leben. Wir fahren mit einem der traditionellen  Boote und uns wird gezeigt wie das Schilf abgebaut wird, wir dürfen sogar probieren 😀 weiter geht es 3 Stunden lang mit dem Boot, wir liegen auf dem Deck, sonnen uns und holen den verpassten Schlaf  nach! Wir kommen auf in „Amantaní“ an, der höchsten Insel der Welt! Hier gibt es keine Hostels und schon gar keine Hotels &so schlafen wir bei unserem Kapitän im Haus 🙂 wir beschweren uns über den Aufstieg, doch das war es Wert! Ein toller Ausblick!! Nachdem seine Tochter für uns gekocht hat wollen wir weiter hinauf und so erzwingen wir den Berg 🙂 Oben angekommen sehen wir das tiefe, kühle Nass um die Insel, wir können auf die Berge Boliviens blicken und sehen wie die Sonne untergeht, traumhaft! 🙂 Wir gehen früh schlafen, denn wir haben keinen Strom &morgen geht es schon wieder früh raus!

Eine unendlich tolle Reise die ich nie vergessen werde!

Dschungel (Manu Nationalpark)

Eine atemberaubende Natur, kein fließend Wasser, kein Strom, 20 Tiere, 2½ Wochen, unendliche Ruhe.. das war meine Zeit im Dschungel bei Pillcopata, Manu Nationalpark. Der artenreichste Nationalpark der Welt!

Schon meine Anreise war Abenteuer pur! Mit dem Nachtbus über Schotterstraßen, nahe am Abgrund vom bergigen Land in die schönste Landschaft der Welt! Einen Platten, Drogenschmuggel, korrupte Polizisten, eine kaputten Brücke.. davon war meine Fahrt bestimmt, doch als die Sonne über dem Nationalpark aufgeht sind alle Schwierigkeiten vergessen. Tausende Vögel, Affen und gruselige Insekten begleiten uns auf unserem Weg.

Wir kommen in einem kleinen Dorf an, in dem ich die nächste Zeit bei Cesar unserem Projektleiter wohnen werde. Hier arbeite ich im Animal Shelter „Dos Loritos“, das verletzte und als Haustier gehaltene Wildtiere aufnimmt, versorgt und dann schließlich – wenn es möglich ist – auswildert oder ihnen ein neues Zuhause gibt. Während ich hier arbeite haben wir 2 Babyaffen, 3 ausgewachsene Affen, einen Tapir, Kaimane, Schildkröten, Picaris, Pacas und Macaus. Ein schlafendes Baby-Wolläffchen auf dem Schoß dem man die Kletten aus dem Fell zieht, sich mit ihm um eine Banane streitet und dazu den Ausblick auf den unendlichen Dschungel, es gibt nichts Schöneres! Ab und zu kam sogar eine kleine Gruppe Totenkopfäffchen vorbei und teilte sich Früchte mit unseren Affen. Auch die Dschungel Touren mit Cesar waren unvergesslich, mit der Machete einen Weg durch die dichte Vegetation schlagen und dabei aufpassen dass man keine giftigen Pflanzen berührt oder auf gefährliche Tiere trifft.

Der ungewöhnlichste Anblick für die Einheimischen war allerdings  wie wir drei Europäerinnen auf einem Motorrad die Schotterpisten des kleinen Dorfes entlang fuhren. Hier sind Autos eher selten und so transportiert man alles: Menschen, Werkzeug, Holzlatten, Tiere mit dem Motorrad und man lernt hier schnell, mit mehr als einer Person und voll geladen Motorrad zu fahren. Bestimmt das Highlight des Tages war es nach der Arbeit, völlig fertig und von der schwülen Hitze kaputt, in das kühle Nass des Flusses zu springen, sich abzukühlen, in die Hängematte zu legen und etwas Kaltes zu trinken. Denn plötzlich merkt man wie kleine, Daheim selbstverständliche Dinge, bedeutend werden und wie man sich auf das Bett am Abend und eine Partie Karten freut.

An einem Abend wurden wir in die Dorfdisco eingeladen, schon gut angetrunken ging ich mit Anne, Johannes und Pablo in die Absteige. Abgefüllt wurden wir von den Einheimischen und zu der immer gleichtaktigen Musik tanzten wir zu spanischen Liedern die ganze Nacht. Doch der Kater am nächsten Tag lies mich schwören, ich werde das nie wieder machen! Lustige Erfahrung, doch mit der Hitze und dem dort gebrauten Alkohol kommt kein Europäer klar 😀 Eine Sache die man hier auf jeden Fall auch nicht ausprobieren sollte ist „Ayahuasca“, eine Droge die aus einer Pflanze hier im Dschungel von Schamanen hergestellt wird. Damit sollte man angeblich in die Zukunft oder Vergangenheit blicken können, doch ist sehr gefährlich! Finger weg davon 😉

Auch unsere Ausflüge waren wunderschön! Wir liefen nach Villa Carmen, ein süßes Dorf in der Nähe J Tipp: dort gibt es ein wahnsinns Hostel zum Ausspannen! Ein Stückchen weiter im Dschungel, entdeckten wir ein altes Flugzeugwrack, wie in einem Film! Wir kletterten ins Innere und sahen wie die Natur ihren Weg durch die kaputten Blechwände bahnte und entdeckten auch eine kleine Fledermausfamilie im hinteren Teil des Flugzeugs. Wir erfuhren das es eines der ersten Dschungelflugzeuge war und es leider vor genau 25 Jahren verunglückte..

Ein Wochenende verbrachten wir in einem nahe gelegenen Projekt das Wiederaufforstung betreibt. Wir fuhren 30 Minuten ab von der Straße und jeglicher Zivilisation mitten in den Dschungel, liefen mit unserem Gepäck durch einen Fluss und kamen dann schließlich zu zwei Hütten, mit einem Dach und Moskitonetzen als Wänden. Fließendes Wasser war der Fluss neben an, Strom gab es nicht und wir schliefen so ziemlich mitten in der freien Natur. Es war ein tolles Erlebnis zu sehen dass man mit so wenig glücklich sein kann. Am Tag pflanzten wir neue Bäume, erkundeten den Dschungel, badeten im Fluss, lasen in der Hängematte und spielten Karten. Am Abend ging es schon um 6.00 Uhr ins Bett, denn es wurde Dunkel und man schlief mit den Geräuschen des Dschungels, dem Fluss und tausend gruseligen Insekten an den Wänden ein.

Auch unternahmen wir in einen Ausflug zu dem nahe gelegenen Schutzgebiet Matchuasi bei Salvacion. Ich durfte ein kleines Floss durch das Sumpfgebiet lenken und wir bewunderten die unglaubliche Tiervielfalt. Eine Nachtwanderung mit Cesar durfte natürlich auch nicht fehlen, wir hatten eine Menge Spaß! Meinen letzten Abend ließen wir dann nochmal so richtig ausklingen, wir kauften einen Kasten Bier und brachten Cesar Busfahren bei, ein feucht fröhlicher Abend 😀

Alles in allem eine unvergessliche und unbeschreibliche Zeit!!